Die fabelhafte Welt der Bücher
- Gabriele Kolup

- 1. Feb. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Bücher sind und waren immer schon ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich kann mich noch an jenen Tag in der Volksschule erinnern, als eines Morgens jedes Kind ein Heft und einen Stift auf seinem Platz in der Klasse vorfand. Mein Herz hüpfte vor Freude, denn ich wusste: Etwas Besonderes hat nun begonnen: Wir würden Schreiben und Lesen lernen.
Von da an begann jener Zauber, den ich bis heute kaum beschreiben kann. Denn es ist und bleibt für mich Magie: Aus Buchstaben Wörter und dann Sätze zu formen und mit ihnen das innere Sehen zum Leben zu erwecken. Es ist, als würde sich die Seele mit dem Universum verbinden, mit einer unbekannten Kraft, die die innere Stimme lenkt und die tippenden Finger über die Tastatur des Laptops huschen lässt. All jene, die selbst schreiben, werden dieses erhabene Gefühl vermutlich kennen, das man in jenen Momenten, Minuten oder auch Stunden empfindet. Dieses Glücksgefühl, das für eine Zeit alles andere verblassen lässt.
Worte sind mächtig - sie vermögen Frieden zu stiften, doch sie können auch Kriege auslösen. So manch unbedacht ausgesprochenes Wort hat schon Beziehungen oder Freundschaften zerstört oder zumindest einen tiefen Riss hinterlassen, der kaum zu kitten scheint.
Oft wird uns die Kraft und Macht der Worte erst dann bewusst, wenn wir vergeblich nach ihnen ringen, um uns selbst zum Ausdruck zu bringen. Oder wenn sie Demagogen dazu benutzen, Menschen negativ zu beeinflussen und sie auf einen Weg zu schicken, der Unheil und Zerstörung bringt.
Im besten Fall aber verwebt man Worte zu Büchern.
Bücher sind das Tor zu anderen Welten, sie machen uns sehend und fühlend. Sie sind der Schlüssel zur eigenen Seele, denn viele unserer Gefühle halten wir vor uns selbst versperrt. Bücher können unserer Fantasie Flügel verleihen, sie spenden uns Trost, verleihen uns Hoffnung. Sie ermutigen uns, selbst in neue Welten aufzubrechen und unser Leben in die Hand zu nehmen. Bücher vermögen es, den oft grauen Alltag in bunte Farben zu tauchen und uns in Geschichten zu entführen, in denen man verweilen möchte.
Ich webe.
Ich webe Worte.
Ich webe Worte zu Sätzen, spinne aus ihnen meine Welt.
Träume mir einen Brückenschlag zum anderen Ufer.
Die Welt – ein Provisorium.
Stets auf Provisionsbasis.
Provokation.
Meine Waffe sind Worte.
Wirke mir Flügel aus goldenem Vlies, als seien sie von selbst gewachsen.
Ich bin Zweifel los.
Ich bin. Zweifellos.





