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Das kleine Wort Hoffnung

  • Autorenbild: Gabriele Kolup
    Gabriele Kolup
  • 16. März 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Jan.

© Foto: Gabriele Kolup (erstellt via Canva Dream Lab)
© Foto: Gabriele Kolup (erstellt via Canva Dream Lab)

Realistischerweise wird das gestrige Fehlen meiner Pusteblume-Kolumne niemandem gefehlt haben. 😉Für die wenigen, die es interessieren sollte: Ich musste mich am Freitag einer Knie-Operation unterziehen und verbrachte eine Nacht im Krankenhaus.


Eigentlich wollte ich meinen heutigen kleinen Beitrag dem Spitalspersonal widmen, das menschlich und fachlich einfach großartig war.


Ich wollte über unser Gesundheitssystem schreiben, das sich Studien und Umfragen zu folge immer mehr zur Zweiklassenmedizin zu entwickeln droht. Ich wollte die Wichtigkeit eines freundschaftlichen und kollegialen Arbeitsklimas gerade in Spitälern hervorkehren, einem nicht zu unterschätzenden Faktor für das Wohlbefinden der Patienten.


Doch die Worte wollen nicht fließen. Zu sehr bin ich noch mit den vielen Eindrücken der letzten beiden Tage beschäftigt. Auch mit dem Wissen, welch Lappalie mein Knie im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen ist. Und doch wird mir an Tagen wie diesen wieder bewusst, wie selbstverständlich ich das Vorhandensein von Gesundheit ansehe.  

Dabei vergessen wir, welch hochkomplexes System unser menschlicher Körper ist. Er ist eine fein abgestimmte Maschine und wenn ein Rädchen ins Stocken gerät, kommt der gesamte Mensch ins Wanken.


Auch hat die Gesundheit jedes einzelnen eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf die Gesellschaft eines Landes, kann sogar als Frühwarnsystem für drohende Konflikte dienen und den unmittelbaren Frieden eines Landes beeinflussen. *)Unsere Welt besteht aus einem Zusammenspiel unzählbarer Mikrokosmen, die letzten Endes den Gesamtzustand der Welt erschaffen. An Tagen wie diesen frage ich mich, in welche Richtung diese Entwicklung gehen wird. Ich frage mich, ob die richtigen Menschen an den Schlüsselpositionen dieser Maschinerie als Entscheidungsträger fungieren werden, um unsere Zukunft in eine bessere Welt zu lenken.


Längst verdrängte Ängste kommen wieder hoch, bereits abgehakte Lebensfragen klopfen abermals an meine Tür, stellen manches oder aber auch alles wieder in Frage...


Es gibt Tage,

an denen scheint das Leben trüb und hoffnungslos.

Die Schwermut

legt sich gleich einem nebligen Herbsttag

um deine Seeleund hüllt sie in zartes Moll.


Du fragst dich,

ob dein Leben jemals eine Wendung nehmen,

ob die Sonne jemals wiederdein Herz erwärmen wird.

Du suchst nach einem Ausweg,

suchst nach dem fehlenden Wort für das Morgen.


Such nicht im Außen.

Frag nicht den Andern.

Sei ganz still und bei dir.

Lausch einfach der Musik.

Fühl ihren Klang und lass ihn in dir schwingen.

Sie kennt all deine Fragen, nennt all deine Antworten.


Erkenne die Angst tief in dir,

diese Angst, dein Leben zu verspielen.

Wie wäre dein Weg verlaufen,

wenn du manch andere Abzweigung genommen hättest?

Es ist das Spiel deines Lebens.

Und es gibt kein Zurück.


Spür diesen Schmerz tief in dir,

und lass ihn einfach zu.

Denn er ist Teil von dir.

Und du bist Teil des großen Ganzen.

Nichts, was dir widerfährt, ist ohne Sinn.

Leben heißt, dessen wahre Bedeutung zu erkennen.


Du lauscht wieder der Musik,

die nun jede Faser deines Körpers mit Wärme erfüllt.

Und dann geht die Sonne auf.

Ein feuerroter Lichtball in Dur.

Du schließt die Augen,

doch das Lichtdurchdringt deine geschlossenen Lider.

Es ist das Licht der Erkenntnis.


Und plötzlich ist es da.

Das Wort,

nach dem du die ganze Zeit über gesucht hast.

Das Wort,

das die Menschheit seit jeher am Leben hält.

Das Wort,

das das Morgen überhaupt erst möglich macht.

Und dieses unscheinbare Wort

heißt

Hoffnung.


© Foto: Gabriele Kolup (erstellt via Canva Dream Lab)
© Foto: Gabriele Kolup (erstellt via Canva Dream Lab)

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