Und dann kam Amy…

Von Loriot stammt das Zitat „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ – Dieses Zitat lässt sich natürlich auf alle Hunde dieser Welt umlegen!

Und wie wir wissen gibt es Hundemenschen und es gibt, nun ja, Menschen.

Hundemenschen verstehen sich ohne Worte. Du erkennst sie daran, dass sie deinen Hund mit diesem gewissen Blick und Leuchten in den Augen ansehen, wenn du ihnen auf der Straße begegnest. Du erkennst sie daran, dass sie sich trotz schicker Kleidung zu deinem Hundekind niederknien, um es ausgiebig zu knuddeln. Du erkennst sie auch daran, dass sie den Schmerz über den Tod deines geliebten Hundes, der in keinem Unterschied zu dem eines geliebten Menschen steht, verstehen.

Gina, meine erste eigene Hündin („Gina – Erinnerungen an die Hundeliebe meines Lebens“), machte von 2003 bis 2015 mein Leben nicht nur aufregender, bunter, manchmal auch ein wenig (okay, manchmal ein wenig sehr viel) anstrengender – doch nie, wirklich niemals hatte ich einen einzigen Tag unserer gemeinsamen Zeit bereut.

Und als nach ihrem Tod ein knappes Jahr vorübergezogen und der Schmerz und die Trauer schwächer geworden war, sahen wir uns wieder nach einem geeigneten Hundebaby um. Obwohl wir bereits von Gina wussten, welche Herausforderung ein Parson Russell Terrier – vor allem in jungen Jahren – sein konnte, entschieden wir uns bewusst wieder für diese Rasse und somit dafür, sehenden Auges ins Verderben zu laufen.

Und dann kam Amy!

Wir fanden sie im Internet – noch vor ihrer Geburt waren wir auf ihre Zuchtmama, Gertrude Wiegele, gestoßen und als ihr Wurf zur Welt kam, verliebten wir uns sofort in sie. Sie – damals noch die namenlose „Nummer 5“ von sechs Welpen – sah mit ihrem schwarzen Fleck über dem linken Auge wie ein kleiner Pirat aus und für meinen Mann und mich stand sofort fest: DIE wollten wir!

Seit dem 25. Juni ist Amy nun ein Teil unserer Familie, nein, was sage ich, sie ist das Herzstück! Amy – unser geliebter kleiner Hund – hat sich mittlerweile zu einem schlaksigen Parson Russell Teenager zusammengewachsen und erinnert uns ein wenig an den Zeichentrickhund Scooby-Doo. Sie hat Modelbeine wie Claudia Schiffer, die mich vor Neid erblassen lassen und die eine grandiose Sprungkraft haben. Schon als Welpe hüpfte sie wie eine Gazelle aus dem Stand auf Bänke und Sessel und mittlerweile „fliegt“ sie nur so durch die Wohnung, wenn sie gerade ihre „energiegeladenen“ zehn Minuten hat (und die hat sie oft)!

Ursprünglich sollte dieser Blog ja bereits mit Amys Ankunft bei uns zu Hause starten – allerdings hatte ich vergessen, wie anstrengend so ein Welpe und späterer Junghund sein kann.

Und so beginnt also erst heute, 5 ½ Monate nach ihrem Einzug, die Reise. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich auf unserem Sofa, den Laptop vor mir auf dem Schoß und mein Hundemädchen liegt hinter mir auf der Lehne, von mehreren Pölstern weich gebettet, ihr Köpfchen an meinen Hals geschmiegt und blickt mir aufmerksam über die Schulter.

Zu Beginn suchte und fand ich noch viele Eigenschaften unserer bereits verstorbenen Hündin Gina in ihr. Dachte sogar, dass ein Teil von Gina in ihr nun wieder weiterleben würde. Doch je länger Amy bei uns ist, umso mehr erkenne ich ihre vielen kleinen und großen Eigenarten, die sie zu einem einzigartigen Individuum machen. In den ersten Wochen war Amy – im Gegensatz zu Gina – überhaupt keine Schmusemaus. Wenn sie müde war, robbte sie unter unsere Couch und ward nicht mehr gesehen. Bitter, wenn man sein Hundebaby eigentlich am liebsten den ganzen Tag über im Arm halten würde… Ich kann mich noch genau an jene Nacht erinnern, als ich stundenlang im Internet Foren mit dem Suchbegriff „Welpe will nicht kuscheln“ durchsuchte. Was, wenn wir einen Hund hatten, der Berührungen nicht besonders mochte? So etwas sollte es laut zahlreicher Meinungen im Internet ja geben. Doch zum Glück stellte sich heraus, dass Amy einfach nur etwas mehr Zeit brauchte und von Tag zu Tag entwickelte sie mehr Vertrauen und Selbstbewusstsein, sodass ich heute mit Stolz verkünden kann, dass aus ihr ein richtiger Kampfschmuser geworden ist!

 

2 thoughts on “Und dann kam Amy…

    1. Liebe Claudia, vielen lieben Dank! Wir freuen uns riesig, dass du hier einen Kommentar hinterlassen hast! Und ein dickes Schnäuzchenbussi von Amy an Papa Mozart! :p

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