Abschied

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Der Sommer ist dem Herbst gewichen,
ein Abschiedswort blieb uns verwehrt.
Mit dir ist auch das Grün verblichen.
Du schliefst sanft ein, in dich gekehrt.

Dein Blick war trüb, der Gang schon schwer,
aus dir gewichen war die Kraft.
Der Tod kam sanft – die Wunde klafft,
die Seele dumpf, das Herz so leer…

Sanft wie ein Blatt, das schwebt im Wind,
glitt deine Seele still ins Land,
wo sie, die schon gegangen sind,
dir freudig reichen nun die Hand.

Bedenke jenes Argument:
Der Tod, er trennt zwei Welten nur.
Das Leben ist ein kurz Moment,
ein Quäntchen auf des Daseins Spur.

Bildquelle: © Gabriele Kolup

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